"Was ist eine Opferanode" lässt sich ganz gut mit dem kathodischen Korrosionsschutz (KKS), anhand der galavanischen Korrosion, erklären. Galvanische Korrosion tritt auf, wenn mindestens zwei Metalle vorhanden sind und ein Metall (Anode) gegenüber einem anderen (Kathode) korrodiert. Korrosion kann häufig auf die schlechte Vertäglichkeit ausgewählter Materialien zurückgeführt werden, bei denen ein Metall (z.B. Magnesium) gegenüber einem anderen Metall (z.B. Speicherwand aus Stahl) korrodiert und eine anodisch-kathodische Zelle entsteht.

Damit diese Reaktion stattfindet, müssen verschiedenen Metalle elektrisch miteinander verbunden sein (z.B. durch Wasser im Warmwasserspeicher/Elektorlyt). Das Metall mit der geringeren Spannung (Anode - Magnesiumanode) löst sich im Elektrolyt auf. Das sich auflösende Magnesium wandert dabei über das Wasser (Elektrolyt) zum Metall mit der höheren Spannung (Kathode - emaillierte Speicherwand).

Sie fragen sich nun, was hat das alles mit meinem Warmwasserspeicher zu tun? Jeder emaillierte Warmwasserspeicher besitzt produktionsbedingt Fehlstellen. Die Magnesiumteilchen der Schutzanode (Anode) wandern über das Wasser (Elektrolyt) zu den Fehlstellen in der Emaillierung (Kathode), um somit den Speicher vor Korrosion zu schützen (Schutzschicht). Die Magnesiumanode OPFERT sich auf (baut sich ab) und wird deshalb auch Opferanode genannt. Bei Fragen zu "Was ist eine Opferanode" können is uns auch gerne kontaktieren.

Um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten, empfehlen wir beim Kauf eines neuen Speichers, den Zustand der Anode nach einem Jahr zu prüfen und nach spätestens zwei Jahren zu tauschen. Danach kann der Anodentausch je nach Zustand der Schutzanode angepasst werden. Weiterhin sollten unbedingt die Wartungsvorgaben der Hersteller beachtet werden.

Die Emailqualität der Speicher und die Größe der Opferanode werden in der DIN 4753 festgelegt und so abgestimmt, daß eine minimale Lebensdauer der Anode von 2 Jahren erreicht wird.

Gemäß DIN EN 806 ff ist eine jährliche Prüfung der Anode durchzuführen. In Abhängigkeit von der Wasserqualität und vom Speicherzustand ist die Abnutzung der Schutzanode sehr unterschiedlich.

Korrosionserscheinungen können nicht rückgängig gemacht werden und entsprechende lokale Schädigungen durch einen späteren Einsatz eines kathodischen Korrosionsschutz­systems nicht mehr aufgehoben werden. Bei jeder Wartung ist daher die Magnesium-Anode jährlich zu prüfen und ggf. durch eine neue Magnesiumanode zu ersetzen.

Wie lange eine Opferanode hält, hängt also von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Es gibt mehrere Möglichkeiten um festzustellen, wann eine Opferanode verbraucht ist.

1. Sichtprüfung

Bei einer Sichtprüfung wird die Opferanode laut Herstellerangaben ausgebaut. Sollte der Durchmesser der Opferanode auf 15-10 mm verbraucht sein, empfehlen wir den Tausch der Schutzanode. Weiterhin sollte eine Anode getauscht werden, die mit sehr starken Ablagerungen zugesetzt ist und somit nur noch wenig Schutzstrom abgeben kann.

2. Strommessung

Im Gegensatz zu einer Sichtprüfung, muss bei einer Schutzanode mit isoliertem Einbau (Massekabel), weder die Anlage außer Betrieb gesetzt, noch die Opferanode ausgebaut werden. Sie können mithilfe eines Anodenprüfgeräts oder Widerstandmessgeräts den noch vorhandenen Schutzstrom messen.

- Strommessung > 0,3 mA - Anode ist funktionsfähig

- Strommessung < 0,3 mA - Anode ausbauen und weiter mit der Sichtprüfung fortfahren

Hinweis : Bitte beachten sie die Bedienungsanleitung ihres Prüfgeräts, außerdem ist eine Schutzstrommessung nur bei einem mit Wasser gefüllten Speicher möglich.

3. Signalanode

Die unkomplizierteste Art den Verbrauch einer Opferanode festzustellen ist durch den Einsatz der Signalanode gegeben. Die Rotfärbung des Signalgebers zeigt ihnen genau an, wann die Anode verbraucht ist.

Als Hersteller von Magnesiumanoden bieten wir folgende Arten von Opferanoden :

- Stabanoden / Kettenanoden / Signalanoden

Unsere Opferanoden sind in allen gängigen Längen verfügbar, die Durchmesser sind folgende:

- Ø 22 mm / Ø 26 mm / Ø 33 mm

Außerdem bieten wir folgende Einschraubarten an:

M8 / G 3/4" / G 1" / G 1 1/4" / G 1 1/2"

Unsere Magnesiumanoden werden aus stranggepresstem Magnesium nach DIN EN 12438 gefertigt und unterliegen einer ständigen Qualitätskontrolle.

Vorteile unserer stranggepressten Magnesiumanoden gegenüber handelsüblichen Gussanoden:

- Geichmäßiger Verbrauch der Schutzanode, dadurch längere Haltbarkeit

- Keine Lunkerbildung wie bei Gussanoden (Hohlraum)

- Höherer Magnesiumanteil, ca.95% gegenüber ca.90% bei handelsüblichen Gussanoden

Wissenswertes zu Signalanoden

Signalanoden zeigen von außen an, wann ein Anodenwechsel notwendig wird. Ein Signalgeber außerhalb des Speichers verfärbt sich rot und meldet somit erforderlichen Austausch der Opferanode.

Telefonisch

+49 (030) 92405772